philosophy

how to play

Was bedeutet es, ein Jazzbassist zu sein? Grandiose Technik, »absolutes« Timing, sichere Intonation, rhythmische, melodische Vielfalt und ein schier grenzenloses Repertoire. Das ist eine Lebensaufgabe und ich versuche daran zu kratzen.

Akustisch und authentisch möchte ich klingen. Das erreiche ich, in dem ich oft ohne Verstärker spiele und bei einer relativ hohen Saitenlage durchsetzungsfähige Saiten wähle. Auch wenn Schlagzeug und Bläser dabei sind, muss sich der Bass akustisch durchsetzen. Die Basics sind es, die einen guten Bassisten auszeichnen.

what it needs

Anschlag, Technik, Präzession, Musikalität sowie die Beschaffenheit des Instrumentes sind die wichtigsten Indikatoren für den Sound, welchen ich gerne haben möchte. Meinen Klangvorstellungen, geprägt von den Aufnahmen der alten Meister, kommen Darmsaiten entgegen. Ich verwende gerne bei den G- und D-Saiten blanken Naturdarm, die A- und E- Saiten sind mit Silber umwickelt. Im Spiel ohne Verstärker bin ich mit Darmsaiten präsenter. Bei kürzeren Mensuren klingen Darmsaiten allerdings nicht gut. Das Streichen fällt mir auf Darmsaiten schwer, deshalb sind meine Bässe mit Saiten aus unterschiedlichen Materialien bestückt.

Gerne spiele ich ohne Noten, so bekomme ich den Freiraum, mich auf das zu konzentrieren, was um mich herum passiert und kann besser auf meine Mitmusiker und deren Signale eingehen. Im Jazz hat der Bass eine tragende Rolle und große Verantwortung. Rhythmische und harmonische Akzente, Puls, Timing und Energie sollten sich positiv auf Band und Zuhörer auswirken.